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Reisebericht Peru 2016

Als Reiseleiterin durch Peru

Nike Feldmann

Nike Feldmann kehrt an ihren ehemaligen Einsatzort Acari zurück

Zwölf Tage lang ist die elfköpfige Reisegruppe des Arbeitskreises Schule Rhauderfehn im Juli durch Peru gereist. Der Verein möchte durch internationale Begegnungen einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten und bietet deshalb Reisen in verschiedene Länder auf der ganzen Welt an.

Die 20-jährige Studentin Nike Feldmann aus Bockhorst hat die Reise begleitet, da sie von 2014 bis 2015 einen freiwilligen Dienst im Ausland in Peru absolviert hat und deshalb das Land und die Sprache kennt. Während dieses Jahres hat sie in Acari in einer Schule gearbeitet. „Wir haben uns dann überlegt, mit der Gruppe für einen Tag in das Dorf zu fahren. So kann ich den Reisenden das richtige Leben von Peru zeigen“, erzählt die Studentin.

Gestartet ist die aufregende Reise durch Peru nach einem langen Flug in Lima. Nach Besichtigung der Kathedrale von Lima ging es weiter zu der archäologischen Fundstätte Pachacámac, die 40 Kilometer südlich von Lima liegt. Von dort aus fuhr die Reisegruppe in die Stadt Paracas, die für die „Islas Ballestas“ - eine pazifische Inselgruppe - bekannt ist.

An Tag vier stand der Besuch in dem ehemaligen Einsatzort von Nike, Acari, vor der Tür. „Acari ist ein kleines Dorf mit 3.000 Einwohnern. Dort habe ich bei Priestern und Ordensschwestern gelebt“, berichtet sie. Direkt am frühen Morgen machte sich die Gruppe auf den Weg zu der Schule, in der die Studentin unterrichtet hat. „So kann ich den Reisenden die peruanische Kultur näherbringen“, erzählt sie. Die 20-Jährige wollte die Reisegruppe während der „formación“ vorstellen, denn an jedem Montag und Freitag finden sich alle Kinder und Lehrer der Schule im Innenhof zusammen, um die Woche zu beginnen und abzuschließen. Anschließend wird die Nationalhymne gesungen und ein Gebet gesprochen. „Seit Langem ist der Ausbau der Schule geplant. Es gibt zu wenig Platz für die vielen Schüler, die aufgrund fehlender Klassenräume in sehr großen Gruppen unterrichtet werden müssen.", beschreibt Nike die Situation. In der Schule gibt es außerdem einen Essenssaal, eingerichtet von den Ordensschwestern, indem Kindern nach der Schule eine warme Mahlzeit angeboten wird. „Dort wird für die Kinder gekocht, da viele Eltern den ganzen Tag in den Minen arbeiten. Die Suppenküche ist somit der einzige Ort, an dem die Kinder eine warme Mahlzeit bekommen können“, erzählt die 20-Jährige.

Nach dem erlebnisreichen Tag in Acarf ging es am nächsten Tag weiter zum „Colca Canyon“, einem der tiefsten Canyons der Welt. In den folgenden Tagen führte die abenteuerliche Reise die Reisenden noch durch die Stadt Puno und durch die Hauptstadt des Inkareiches, Cusco. Von dort aus ist das weltberühmte Macchu Picchu zu erreichen, eine alte Inkastadt. Von Cusco aus führte die Tour wieder zurück nach Lima, um von dort die Heimreise anzutreten.

„Auch im nächsten Jahr wird die Reise wieder angeboten und ich freue mich, dass ich sie wieder begleiten darf. Es sind auch noch Plätze frei“, erzählt Nike.

Reiseleiterin Nike Feldmann in der Schule in Acari