GA vom 15.03.2019

AKSR will frühere Büroräume umbauen

IMMOBILIEN Arbeitskreis Schule möchte in Burlage Mietwohnungen anbieten.

Der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn hat einiges vor in diesem Jahr. Unter anderem will er geförderte Arbeitsstellen besetzen - und in Burlage weitere Mietwohnungen anbieten.

VON PHILIPP KOENEN

BURLAGE - Der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn (AKSR) will in Burlage weitere Mietwohnungen schaffen und sie günstig anbieten. Das kündigte der Vorstand in einem Pressegespräch mit dem GA an. Am Heidacker besitzt der AKSR Gebäude, in denen sich schon jetzt Mietwohnungen befinden. Nun sollen weitere ehemalige Büroräume zu Mietwohnungen umgebaut werden. Laut Geschäftsführer Helmut Fennen wartet der Arbeitskreis Schule noch auf die Genehmigung für die Nutzungsänderung und auf Zuschüsse. Erst dann soll es losgehen.



Der Vorstand mit dem Vorsitzenden Herbert Broich an der Spitze kündigte weitere Vorhaben für dieses Jahr an. So will der Verein das Chancen-Teilhabe-Gesetz nutzen, um Langzeitarbeitslose einzustellen, damit sie wieder eine Perspektive bekommen. Zum 1. März habe man eine Stelle bei der Tafel besetzen können, zum 1. April solle eine weitere Stelle im Jugendtreff besetzt werden.

Der Arbeitskreis Schule kümmert sich seit Jahrzehnten darum, benachteiligten Jugendlichen und Arbeitslosen auf die Beine zu helfen, unter anderem mit öffentlich geförderten Arbeitsstellen. So betreibt der Verein etwa in Ihrhove auf dem Gelände der früheren Baufirma Müsing Jugendwerkstätten, um junge Leute in den Bereichen Holz, Metall und Bau zu qualifizieren. In diesem Jahr will der AKSR zudem auf dem Projekthof an der Freitagstraße in Burlage wieder Angebote rund um den Kinder- und Jugendbauernhof machen: Dort können Kinder lernen, wie man Pflanzen zieht und mit Tieren umgeht. Nicht nur in Seminaren soll das geschehen. Zweimal die Woche sollen Kinder und Jugendliche auch so vorbeikommen können.

Der Arbeitskreis Schule hat neben seinen 50 bis 60 Beschäftigten noch viele freiwillige Helfer. Allein 60 Ehrenamtliche engagieren sich bei der Tafel, die an ihren Standorten in Klostermoor, Ihrhove und Ostrhauderfehn Lebensmittel günstig an Bedürftige abgibt. „Viele arbeiten jeden Tag dort“, sagt Vorstandsmitglied Bernd Schaller, 500 Bedürftige kämen jede Woche. Herbert Broich findet es schwer erträglich, dass in einem reichen Land wie Deutschland viele Menschen auf die Tafeln angewiesen seien: „Ich verstehe das nicht.“

Seit 46 Jahren ist der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn (AKSR) als gemeinnütziger Träger in der Jugendhilfe tätig. An mehreren Standorten kümmert er sich um benachteiligte junge Menschen und um Arbeitslose, betreut und qualifiziert sie: in Burlage, lhrhove und Nortmoor. Der AKSR hilft aber auch armen Familien in Russland, organisiert .Jugendbegegnungen zwischen russischen, polnischen und deutschen Jugendlichen und beteiligt sich an einer Schule im Armenviertel von Buenos Aires (Argentinien).



(C) 2017 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken